Überbauung Sunneweid II

Direktauftrag | In Zusammenarbeit mit BBB AG

Die bestehende Siedlung «Sunneweid» in Küsnacht aus den 90er Jahren wird mit fünf neuen Mehrfamilienhäusern ergänzt. In den fünf neuen Mehrfamilienhäusern entstehen 38 Wohneinheiten in unterschiedlichen Grössen (3.5 – 5.5 Zimmer)

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Städtebau | Um einen Generationenkonflikt zu vermeiden, wird der bestehende Siedlungsteppich möglichst gleichmässig weitergewebt. Die Hanglage bietet es an, die einzelnen Volumina abzutreppen und so besser in die Landschaft einzubetten. Durch eine Verschiebung auf der Grundrissebene – analog zum Bestand – kann eine kleinere Massstäblichkeit suggeriert und individuell auf den städtebaulichen Kontext eingegangen werden. Zusätzlich führt die Abstufung zu einer natürlichen Zonierung der Aussenbereiche. Die zwei Gebäude am nord-östlichen Rand der Parzelle werden abgedreht. Einerseits um grössere Abstände zwischen den Gebäuden zu generieren und anderseits um die Siedlung – insbesondere die Aussenbereiche – würdig abzuschliessen. Das bestehende Wegnetz mit den unterschiedlichen Platzsituationen wird aufgegriffen und erweiteret, um so eine ganzheitliche Siedlungsstruktur zu schaffen.

Die Gebäude werden so gesetzt, dass möglichst alle Wohnungen eine gute Ausrichtung aufweisen und über Weitblick verfügen. Dies wird einerseits durch das Verschieben der Volumen zueinander und andererseits durch das Abtreppen im Schnitt möglich.

Spezifische Typologie | Unser Anliegen ist es, eine spezifische Wohntypolgie zu erstellen, welche es schafft verschiedenartige Raumcharaktere auf einer kleinen Fläche zu verdichten und eine Symbiose von fliessenden Räumen und gefassten, klar definierten Räumen zu schaffen. Im Zentrum der dreiseitig ausgerichteten Wohnungen ist die Halle angeordnet, welche unterschiedliche bespielt werden kann und die Verteilung innerhalb der Wohnung gewährleistet. Durch die Halle kann die reine Erschliessungsfläche minimiert werden. Das Herzstück der Wohnung bildet das offene Raumkonglomerat, bestehend aus Wohnzimmer, zweigeschossigen Zentrumsraum, Küche und

Balkon. Der zweigeschossige Essraum ermöglicht es, die Halle besser zu beleuchten, sorgt für einen spezifischen Charakter der Wohnung und steht in einer engen Beziehung zum Balkon. So kann die Verglasung des Essraumes im Sommer aufgeschoben und das Esszimmer als überdeckte Erweiterung des Balkons verstanden werden.

Durch die strukturelle Anordnung der einzelnen Raumzellen entstehen klassische Enfiladen, welche die dreiseitige Ausrichtung erlebbar macht und die Wohnung grösser in Erscheinung treten lässt. Dieser Effekt wird durch das Gewährleisten eines Rundganges – dem Durchschreiten durch das offene Raumkonglomerat und dem Erleben der unterschiedlichen Kammern – zusätzlich verstärkt. Durch die Überlagerung der Raumzellen werden die Abgänge zu den Nasszellen und intimen Räumen geschaffen und so eine gezielte Abstufung in den Intimitätsstufen geschaffen.

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